Energieeffizient Wohnen Baudenkmal

Viele Städte und Dörfer besitzen einen historischen Ortskern, der zumindest teilweise unter Denkmalschutz steht. Trotzdem sollen diese Gebäude natürlich nach energetischen Gesichtspunkten saniert werden und einen gewissen Komfort bieten. Deshalb hat die KfW-Bank das Förderprogramm „KfW-Effizienzhaus Baudenkmal“ aufgelegt.

Für welche Gebäude kann das Förderprogramm in Anspruch genommen werden?

Welche Gebäude als Baudenkmale anzuerkennen sind, regeln die Denkmalschutzgesetze des jeweiligen Bundeslandes. Was unter den Begriff „sonstige erhaltenswerte Bausubstanz“ fällt, wird von den Kommunen festgelegt. Diese können beispielsweise Sanierungs- und Erhaltungsgebiete ausweisen sowie eine Altstadtsatzung verabschieden. Holen Sie sich entsprechende Informationen bei Ihrer Kommune ein, bevor Sie mit der Planung der Sanierungs- oder Umbauarbeiten beginnen.

Welche Maßnahmen werden gefördert?

Die KfW-Bank fördert die energetische Sanierung von Baudenkmälern zum KfW-Effizienzhaus. Aber auch eine Förderung von Einzelmaßnahmen, beispielsweise den Einbau neuer Fenster oder einer neuen Heizungsanlage, wird durch ein zinsgünstiges Darlehen unterstützt.

Als Förderkredite stehen

  • 75.000 Euro pro Bauvorhaben bei Erreichung der Vorgaben eines KfW-Effizienzhauses beziehungsweise
  • 50.000 Euro für Einzelmaßnahmen je Wohneinheit

zur Verfügung.

Diese Kriterien gelten beim KfW-Effizienzhaus Denkmal

Der jährliche Primärenergiebedarf kann auf der Grundlage der Energieeinsparverordnung (EnEV) bei maximal 160 und der Transemissionswärmeverlust bei 175 Prozent des errechneten Wertes eines Referenzgebäudes liegen.

Nicht immer ist es möglich, den KfW-Effizienzhaus Denkmal Standard zu erreichen, beispielsweise aus gestalterischen oder Denkmalschutzaspekten. Aber auch dann ist eine Förderung möglich. In solch einem Fall muss der hinzugezogene Sachverständige die detaillierten Planungen auf die gestalterischen Vorgaben des Denkmalschutzes abstimmen und unter anderem nachweisen, dass alle technisch möglichen Maßnahmen für eine energetische Sanierung umgesetzt werden. Natürlich muss er hier auch unter dem Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit Entscheidungen treffen.

Bei der Durchführung von Einzelmaßnahmen ist beispielsweise anstelle einer Außenwanddämmung auch eine Innenwanddämmung förderfähig, sofern der Sachverständige die Notwendigkeit bescheinigt.

Weitere Förderprogramme

Zusätzlich zum Förderprogramm „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ können Sie unter anderem auch folgende Förderprogramme in Anspruch nehmen, über die wir Sie auf weiteren Unterseiten genauer informieren:

Energieberater für Baudenkmale hinzuziehen

Gerade bei der Sanierung von historischen Gebäuden ist die Hinzuziehung eines Energieberaters für Baudenkmale unerlässlich. Dieser kann sämtliche Sanierungsarbeiten sowohl unter dem Aspekt des Denkmalschutzes als auch der Verbesserung der Energieeffizienz planen. Deshalb ist es sinnvoll, sich für einen anerkannten „Energieberater Baudenkmale“ zu entscheiden, der die Planung, aber auch die Baubegleitung übernimmt. Unser Unternehmen beschäftigt einen Energieberater für Baudenkmale, der auch Sie bei der energetischen Sanierung Ihrer Immobilie unterstützen kann. Kontaktieren Sie uns.