BAFA-Förderungen für Unternehmen

Auf dieser Seite erhalten Sie eine Übersicht alle Förderprogramme der BAFA. Sie erfahren mehr über Inhalte und Bedingungen der Förderungen sowie hilfreiche Tipps, Services und Möglichkeiten Fördermittel der BAFA zu beantragen. Alle hier aufgeführten Informationen stammen von unserem zertifizierten Energieberater. Gerne stehen wir Ihnen für Rückfragen und als Energieberater zur Verfügung: 03691/ 889 21 94.

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Energieberatung Mittelstand

Die BAFA unterstützt Unternehmen aus dem Mittelstand bei Energieeffizienzmaßnahmen. Wir haben alle Infos zur Förderung, Anträge, Hilfestellungen und Sie können uns als Energieberater hier beauftragen.

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Umweltbonus bei Anschaffung von einem Elektrofahrzeuge

Eine übersichtliche Sammlung aller wichtigen Informationen über die Förderung zur Erstattung der Kaufprämie beim Neukauf oder Leasing von einem Elektrofahrzeug.

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Energiespar-Contracting -Beratung

Mit dem BAFA -Förderprogramm „Beratungen zum Energiespar-Contracting“ werden Antragsteller darin unterstützt, eine unabhängige und zugleich qualifizierte Contracting Beratung zu erhalten, um dadurch Energieeinsparpotenziale in den eigenen Räumlichkeiten aufzudecken.

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KMU-Förderprogramm: Energiemanagementsystem

Aufgrund eines Erlasses des Bundesministeriums für Wirtschaft ist es seit dem 1. August 2014 nur noch statthaft, Unternehmen nach der „Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen“ zu fördern, die einen Stromverbrauch von weniger als 5 Gigawattstunden nachweisen und zugleich ein alternatives System einführen müssen. In solch einem Fall ist ausnahmsweise die Erstzertifizierung des Energiemanagementsystems entsprechend der DIN-Norm EN ISO 50001 möglich.

Weitere Voraussetzungen für die Beantragung der Förderung sind, dass das Unternehmen seinen Sitz oder eine Niederlassung in Deutschland hat und die Gesamtsumme aller in den letzten drei Jahren erhaltenen De-minimis-Beihilfen bei maximal 200.000 Euro liegt. Nicht antragsberechtigt sind Firmen, die die „Besondere Ausgleichsregelung nach §§ 63 ff. EEG“ in Anspruch nehmen und zur Vorlage einer Zertifizierung verpflichtet sind. Ebenfalls nicht anspruchsberechtigt sind Firmen, die von einer Entlastung im Rahmen des Spitzenausgleichs profitieren.

Gefördert wird die Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems und eines Energiecontrollings sowie der Kauf von Messtechnik und Software für die Nutzung der Energiemanagementsysteme. Weitere Maßnahmen der Energieberatung werden nicht gefördert.

Die jeweilige Fördersumme bei der Erstzertifizierung eines Energiemanagementsystems und des Energiecontrollings liegt bei maximal 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, der Höchstbetrag beziffert sich auf 8.000 Euro (Energiemanagementsystem) beziehungsweise 1.500 Euro (Energiecontrolling). Der Erwerb von Messtechnik und Software wird mit 20 Prozent, maximal aber 8.000 Euro (Messtechnik) beziehungsweise 4.000 Euro (Software) bezuschusst. Die gesamten Zuwendungen sind auf einen Betrag von 20.000 Euro pro Unternehmen innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren gedeckelt.

KMU-Förderprogramm: Förderung von Solarthermieanlagen zur Prozesswärmeerzeugung

Seit dem Jahr 2012 wird die Installation von Solarthermieanlagen, die eine Bruttokollektorfläche von maximal 1.000 m² aufweisen, mit deutlich höheren Zuschüssen gefördert. Die Fördersumme für Anlagen mit einer Größe von 20 bis 1000 m² Bruttokollektoroberfläche kann bei bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten liegen. Die Anschaffung kleinerer Anlagen wird mit 90 Euro pro Quadratmeter, mindestens aber 1.500 Euro bezuschusst. Der Großteil der gewonnenen Sonnenenergie muss für die Herstellung von Produkten Verwendung finden. Eine anteilmäßige Nutzung für die Gewinnung von Warmwasser und Heizwärme ist allerdings möglich.

Zu den förderfähigen Investitionskosten gehören unter anderem die

  • Planungskosten für die Solaranlage und die Prozessanbindung,
  • Anschaffungskosten der Kollektoren,
  • Aufständerung oder der Kollektorunterbau,
  • Der Erwerb verschiedene Hydraulikbauteile (beispielsweise Pumpen, Armaturen, Sicherheitseinrichtungen, Rohrleitungen und Wärmeüberträger),
  • Kosten für Pufferspeicher, Mess- und Regeltechnik sowie
  • Anfallende Monteurkosten.

Nicht förderfähig sind Maßnahmen, die der Effizienzsteigerung oder Optimierung bereits vorhandener Anlagen dienen. Weitergehende Informationen sind bei den Energieberatern, aber auch beim BAFA erhältlich.

KMU-Förderprogramm: Gewerbliche Klima- und Kälteanlagen

Zur effektiven Reduzierung des Energieverbrauchs und der Treibhausgase hat die Bundesregierung ein integriertes Energie- und Klimaprogramm auf den Weg gebracht. Diese Richtlinie fördert die Umsetzung entsprechender Maßnahmen an gewerblichen Kälteanlagen. Dieses Förderprogramm kann auch für Sorptionskälteanlagen in Anspruch genommen werden. Eine Beschränkung auf einzelne Unternehmensformen existiert nicht, die Förderung kann von sämtlichen Unternehmern und Freiberuflern unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen in Anspruch genommen werden.

Einstufung der Anlage: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) entscheidet nach der bisherigen Verwaltungspraxis, ob es sich bei der vorgesehenen Maßnahme um einen Austausch oder eine Sanierung der Anlage handelt. Um eine entsprechende Einstufung vornehmen zu können, werden einige Unterlagen und Daten benötigt. So müssen Angaben zur Kälteleistung der aktuellen und der neuen Klima- respektive Kälteanlage vorliegen. Ist bislang keine solche Anlage vorhanden, so ist dies ebenfalls dem BAFA mitzuteilen. Ohne das Vorliegen dieser Angaben ist keine verbindliche Aussage über die Gewährung von Zuschüssen, die bei maximal 25 Prozent der Nettoinvestitionskosten liegen können, möglich.

Förderungen: Beim BAFA können Zuschüsse für eine StatusCheck-Förderung, eine Basisförderung von Alt- und Neuanlagen und eine Förderung von Sorptionskälteanlagen beantragt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen wird auch eine Bonusförderung gewährt. Grundlage für die Gewährung von Zuschüssen stellen die Richtlinien für die De-minimis-Beihilfen dar. So dürfen produzierende Unternehmen nur mit einer maximalen Summe von 200.000 Euro innerhalb von drei Jahren unterstützt werden.

KMU-Förderprogramm: Querschnittstechnologien

Das vor einigen Jahren aufgelegte Programm „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“ sorgt für eine Steigerung der Energieeffizienz nicht nur in KMU, sondern im gesamten Mittelstand und anderen produzierenden Gewerken. Bisher sind weit mehr als 10.000 Förderanträge eingegangen, was für eine hohe Akzeptanz des Programmes spricht.

Die Fördermittel können auf elektronischem Wege direkt beim BAFA beantragt werden. Dies ist nur über die Antragsmaske bafa.de Energie/Querschnittstechnologien/Elektronische Antragstellung möglich.

Durch die Förderung von hocheffizienten Querschnittstechnologien werden beispielsweise der Ersatz einzelner Anlagen respektive Aggregate durch wesentlich effizientere Maschinen unterstützt, sofern das Netto-Investitionsvolumen zwischen 2.000 und 30.000 Euro pro Antragsteller beträgt. Zu den förderfähigen Einzelmaßnahmen gehören unter anderem

  • Elektrische Motoren und Antriebsysteme,
  • Drucklufterzeuger,
  • Pumpen,
  • Ventilatoren,
  • Anlagen zur Wärmerückgewinnung in Drucklufterzeugern oder in der Raumlufttechnik.

Eine weitere Fördervariante stellt die systemische Optimierung dar. Hier muss mindestens eine Querschnittstechnologie erneuert oder ersetzt werden und das Netto-Investitionsvolumen bei mindestens 20.000 Euro liegen. Vor Beginn dieser Maßnahmen muss eine detaillierte Energieberatung erfolgen, die beispielsweise durch die KfW-Bank oder die jeweilige Landesbank bezuschusst wird. In Thüringen ist dies die Thüringer Aufbaubank. Eine Förderung der Querschnittstechnologien ist nur dann möglich, sofern die Endenergieeinsparung bei mindestens 25 Prozent liegt und nachweisbar ist. Durch die systemische Optimierung kann die Anschaffung hocheffizienter Anlagen zur Abwärmenutzung und Wärmerückgewinnung gefördert werden. Hierbei müssen allerdings mindestens eine Querschnittstechnologie zum Einsatz kommen. Weitere zusätzliche Leistungen wie die Dämmung von Leitungen, Armaturen und Pumpen werden genauso gefördert wie die Durchführung einer Energieberatung sowie die Beschaffung verschiedenster Messtechnik, mit der der aktuelle Energieverbrauch ermittelt werden kann.

Im Jahr 2016 in Kraft getretene Änderungen der Richtlinie:

Am 10. Mai 2016 wurde die Neuregelung der Richtlinie im Bundesanzeiger veröffentlicht. Jetzt werden sowohl KMU als auch Großunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten, aber auch sonstige Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern gefördert. Generell zählt die Förderung als de-minimis und AGVO Förderung und unterstützt sowohl Neuanschaffungen als auch Ersatzinvestitionen. Bei Einzelmaßnahmen liegt die maximale Förderhöchstgrenze bei 30.000 Euro pro Vorhaben (bislang pro Antragsteller), die Förderhöchstgrenze bei der Optimierung von technischen Systemen bei 150.000 Euro pro Vorhaben (bislang 100.000 Euro pro Antragsteller). Zusätzlich werden nun auch Vorhaben, die den Einsatz von industriellen Pumpensystemen vorsehen, mit einem maximalen Förderbetrag von 150.000 Euro unterstützt.

Im Gegensatz zur vorherigen Version der Richtlinie muss jetzt nur noch eine Querschnittstechnologie genutzt werden.