KfW legt Zahlen für das 1. Quartal 2017 vor und verzeichnet weiterhin starke Nachfrage nach Förderungen

Die KfW-Bank hat seine Zahlen für das 1. Quartal 2017 vorgelegt. Die Quartalszahlen zeigen, KfW-Förderungen werden weiterhin stark nachgefragt, auch im Bereich Umwelt, erneuerbare Energien und Energieeffizienzoptimierung.

Logo KfW-BankDie KfW-Bank veröffentlichte jetzt ihre aktuellen Zahlen für das erste Quartal 2017. Demnach erzielte die KfW ein Fördervolumen von 18,2 Milliarden Euro, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einer Steigerung von 16 Prozent entspricht (damals 15,6 Milliarden Euro). Besonderen Anteil daran hatte die inländische Förderung, deren Förderzusagen stiegen um 20 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro (12,2 Milliarden Euro). Bei den internationalen Finanzierungen liegt das Geschäftsvolumen auf dem Vorjahres Niveau von 3,3 Milliarden Euro.

„Das Förderjahr 2017 startet erfolgreich. Die lebhafte Konjunktur in Deutschland führt dazu, dass die Nachfrage nach KfW-Förderung von Unternehmen und Privatpersonen vorerst hoch bleibt. Das sind gute Aussichten für 2017“, so der Vorstand der KfW Bankengruppe, Günther Bräuning.

Insgesamt hat sich der Konzerngewinn der KfW Gruppe mit 421 Millionen Euro gegenüber 246 Millionen Euro im gleichen Vorjahreszeitraum sehr positiv entwickelt.

Das Betriebsergebnis vor Bewertungen bzw. vor Förderleistung liegt bei 500 Millionen Euro (419 Millionen Euro). Eine wesentliche Einnahmequelle stellt dabei der Zinsüberschuss (vor Förderleistung) von 709 Millionen Euro (631 Millionen Euro) dar. Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten liegen weiterhin auf einem guten Niveau. Die Gesamtkapitalquote beträgt 21,9 Prozent (31.12.2016: 22,3 Prozent). Für die Mitte 2017 angestrebte aufsichtsrechtliche Zulassung zum IRBA wird die KfW entsprechend dem Kreditrisikokostenstandardansatz an die Bankaufsichtsbehörden eine Gesamtkapitalquote von 16,1 Prozent zum 31.03.2017 melden.

Bilanz der einzelnen Förderaktivitäten

Die Mittelstandsbank verzeichnet ein Fördervolumen von 5,6 Milliarden Euro (4,2 Milliarden Euro). Dazu tragen auch der positive Geschäftsausblick deutscher Unternehmen und die günstigen Refinanzierungsbedingungen bei.

Im Förderschwerpunkt Gründung und allgemeine Unternehmensfinanzierung wurden Zusagen in Höhe von 2,7 Milliarden Euro (1,9 Milliarden Euro) vergeben. Dieser liegt somit deutlich über dem Vorjahresniveau. Grund dafür ist die starke Nachfrage bei der allgemeinen Unternehmensfinanzierung (1,7 Milliarden gegenüber 1,0 Milliarden Euro). Die Gründungsfinanzierung bleibt mit 1,1 Milliarden (0,9 Milliarden) Euro bislang relativ stabil.

Der Bereich Innovation wartet mit einem aktuellen Fördervolumen von 0,1 Milliarden Euro (0,2 Milliarden Euro) auf. Zu Beginn diesen Jahres wurde das „ERP-Venture Capital-Fondsinvestment“ geöffnet, um Beteiligungen an Venture Debt Fonds zu ermöglichen. Im Laufe des zweiten Quartals wird die KfW eine Beteiligung am „High Tech Gründer Fonds III“ zeichnen.

Sehr positiv fallen auch die Zusagen im Förderschwerpunkt Umwelt aus, die im ersten Quartal 2017 bei 2,8 Milliarden Euro (2,1 Milliarden Euro) liegen. Besonders erfreulich ist die Nachfrage nach erneuerbaren Energien, die eine Steigerung des Zusagevolumens von 0,9 auf 1,4 Milliarden Euro mit sich bringt. Bei gewerblichen Energieeffizienzvorhaben wurde das starke Vorjahresniveau ebenfalls noch einmal um 0,3 Milliarden auf jetzt 1,4 Milliarden Euro übertroffen. Für Unternehmen bietet die KfW zahlreiche Förderprogramme für die Energieeffizienzoptimierung und Umstellung auf erneuerbare Energien.

Die Kommunal- und Privatkundenbank/Kreditinstitute sind ebenfalls positiv ins neue Jahr gestartet und verzeichneten ein Fördervolumen von 9,0 Milliarden Euro (8,0 Milliarden Euro). Der Förderschwerpunkt Wohnen brachte es dabei auf ein Zusagevolumen von 6,1 Milliarden (4,5 Milliarden) Euro. Die Programmfamilie „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ brachte es dabei allein auf ein Fördervolumen von 4,7 Milliarden Euro, was einer Steigerung um 1,6 Milliarden Euro entspricht.

In die Infrastrukturfinanzierung flossen insgesamt 1,1 Milliarden Euro. Der höhere Vorjahreswert von 1,4 Milliarden Euro war durch die Sonderfazilität „Flüchtlingsunterkünfte“ entstanden. Eine gestiegene Nachtrage verzeichneten die Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren für Kommunale Unternehmen und Quartiersversorgung.

Auch in den Bereichen Bildung und Soziales, Allgemeine Refinanzierung und Individualfinanzierung Banken blieb das Zusagevolumen nahezu konstant. Während das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung mit 2,1 Milliarden Euro unter dem Vorjahresniveau von 2,5 Milliarden Euro blieb, erhöhte sich das Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer um 0,4 auf jetzt 1,2 Milliarden Euro. Dabei steigerte die KfW Entwicklungsbank ihr Zusagevolumen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 62 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. Zugleich entwickelte sich das Neugeschäft der DEG positiv. Hier lagen die Finanierungszusagen bei 155 Millionen Euro (146 Millionen Euro).

Im Geschäftsbereich Finanzmärkte wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 270 Millionen Euro (108 Millionen Euro) investiert. Bei der langfristigen Mittelaufnahme wurden 27,4 Milliarden Euro (22,2 Milliarden Euro) benötigt. Die KfW schätzt, dass ihr Refinanzierungsbedarf für das gesamte Jahr 2017 bei etwa 75 Milliarden Euro liegt. Mehr Informationen und aktuelle Neuigkeiten zur KfW-Bank mit Schwerpunkt auf die Themen Umwelt und Energie bietet der Newsletter der ESA-Energieberatung.

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