Erneuerbare Energien mit knapp 40 Prozent am Strom-Mix Deutschlands beteiligt

Im ersten Halbjahr 2017 erzeugten die erneuerbaren Energien deutlich mehr Strom als im gleichen Vorjahreszeitraum. Mit 37,8 Prozent liegt der Anteil der erneuerbaren Energien am Strom-Mix in Deutschland bei knapp unterhalb der 40%-Grenze. Zugleich legte aber auch die Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen etwas zu.

Logo Fraunhofer Institut für Solare EnergiesystemeDas Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE veröffentlichte jetzt unter dem Titel „Stromerzeugung in Deutschland im ersten Halbjahr 2017“ (PDF; öffnet in neuem Fenster) einen Bericht,  in dem die Quellen der Stromerzeugung in Deutschland genau aufgeschlüsselt werden. In den ersten sechs Monaten 2017 produzierten die erneuerbaren Energien etwa 104,5 Terawattstunden (TWh) Strom. Die Erträge des gleichen Vorjahreszeitraumes lagen bei 96,6 TWh, es kam somit zu einer Steigerung um etwa 8 Prozent. Zugleich wurden einige Leistungsrekorde aufgestellt. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Strom-Mix in Deutschland liegt derzeit bei durchschnittlich 37,8 Prozent.

Stromerzeugung Juli 2017
Wie beginnt die 2. Jahreshälfte 2017? Die Daten zur Stromerzeugung in Deutschland im Juli zeigen, Windenergie und Solarenergie sind mit Braunkohle und Steinkohle fast gleich auf (Bild © erstellt von: Cornelius Ober GmbH; Quelle: energy-charts.de).

Welchen Anteil haben erneuerbare Energien am Strommix in Deutschland?

Anteil der Fotovoltaik- und Solaranlagen

Im ersten Halbjahr 2017 speisten Fotovoltaikanlagen etwa 21 TWh in das öffentliche Stromnetz ein, was einer Steigerung um ungefähr 1,9 TWh bzw. 10,1 Prozent entspricht. Die maximale Leistung wurde am 27.05.2017 um 13.00 Uhr erreicht, sie betrug 30 Gigawatt (GW). 42 Prozent der gesamten Strommenge kamen zu diesem Zeitpunkt aus Fotovoltaikanlagen.

Bei der Solarenergie lag der maximale Anteil an der Tagesenergie des selben Tages bei 20,2 Prozent. Im Mai 2017 erzeugten Fotovoltaikanlagen etwa 5,57 TWh und erreichten damit fast das Niveau der Kernenergie, welche 5,65 TWh bereitstellte.

Windenergie

Mit der Windenergie konnten im ersten Halbjahr 48,6 TWh an Strom erzeugt werden. Diese Leistung lag um 7,6 TWh über der Vorjahresleistung. Die Windenergie war demnach nach der Braunkohle (68 TWh) und noch vor der Steinkohle (47,4 TWh) der zweitstärkste Energielieferant. Der Steinkohle folgen die Kernenergie mit 31,8 TWh und Erdgas mit 24 TWh. Am 18. März 2017 wurde um 09.15 Uhr mit 38,9 GW der größte Anteil Windenergie ins Netz eingespeist. Zu beachten ist, dass eine Terawattstunde 1.000 Gigawattstunden entspricht.

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Anteil der Onshore-Windanlagen bei 40,1 TWh Leistung, während den Anteil der Offshore-Windanlagen bei etwa 8,5 TWh lag. Die Fotovoltaik-, Solarthermie- und Windenergieanlagen produzierten in den ersten sechs Monaten diesen Jahres ca. 69,6 TWh, was gegenüber dem Vorjahrszeitraum einer Steigerung um 9,6 TWh entspricht. Sie liegen zugleich auf dem ersten Platz aller Stromquellen, da aus der Braunkohle nur 68 TWh erzeugt wurden.

Wasserkraft und Biomasse

Mit Wasserkraftanlagen wurden in den ersten sechs Monaten diesen Jahres ungefähr 10,6 TWh bereitgestellt, was gegenüber dem Vorjahr einer Verringerung um 1,7 TWh entspricht. Mittels Biomasse konnten 24,4 TWh bereitgestellt werden, diese liegt genau auf dem Vorjahresniveau.

Stromerzeugung aus Kernenergie und fossilen Rohstoffen

Kernkraftwerke produzierten im ersten Halbjahr 2017 etwa 31,8 TWh Strom, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum einer Verringerung um 6,8 Prozent (damals 38,6 TWh) entspricht. Dazu haben verlängerte Wartungs- und Reparaturarbeiten und der in die Wintermonate verschobene Brennelementewechsel beigetragen.

Braunkohlekraftwerke speisten im ersten Halbjahr 2017 etwa 68 TWh in das deutsche Stromnetz ein, was einer Steigerung um 1,8 TWh bzw. 2,8 Prozent entspricht.

Steinkohlekraftwerke stellten im gleichen Zeitraum 47,4 TWh Strom zur Verfügung, dies entspricht einer Verringerung um 2,6 TWh bzw. 5,3 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 (damals 50 TWh).

Gaskraftwerke speisten ungefähr 24 TWh in das öffentliche Stromnetz ein, was gegenüber den ersten sechs Monaten des Vorjahres einer Erhöhung um 3,3 TWh bzw. 16,1 Prozent entspricht. Dies liegt hauptsächlich in den niedrigen Gaspreisen begründet.

Exportüberschuss

Den Exportüberschuss für das erste Halbjahr 2017 beziffern die Experten des Fraunhofer Instituts auf etwa 24,2 TWh. Dies entspricht einer Steigerung um 1,1 TWh bzw. 4,7 Prozent. Die größten Strommengen wurden in die Nachbarländer Österreich, Schweiz, Niederlande und Polen exportiert. Stromimporte bezog Deutschland unter anderem aus Frankreich, Dänemark und Schweden.

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