10 Tipps um nach dem Umzug deutlich weniger Energie zu verbrauchen

Eine Studie zufolge sieht die Bau- und Installationsbranche Energieeinsparung und Energieeffizienz als die großen Trendthemen im Jahr 2017. Knapp die Hälfte aller Befragten sieht sich in Aufgaben zur Erfüllung der Eneergieeinsparungsanforderungen und Energieeffizienz in seiner täglichen Arbeit damit konfrontiert. Platz 2 und 3 sind ebenfalls wichtig.

Zuerst einmal stellt sich natürlich die Frage, ob das neue Zuhause gemietet oder von Ihnen gekauft wurde. Gerade beim Kauf bieten sich Ihnen eine Fülle von Energiesparmöglichkeiten, aber auch als Mieter können Sie mit verschiedenen Maßnahmen durchaus einen höheren jährlichen Betrag einsparen.

Energie sparen durch die richtige Gebäudeauswahl

1.) Meist entgehen einem bei der Wohnungsbesichtigung wichtige Details. So ist beispielsweise zu berücksichtigen, wie viele Außenwände zur Wohnung gehören, und ob die darüber und darunter gelegene Wohnung bewohnt ist. Das ist deshalb wichtig, da Wärme nach oben steigt. Bei der Besichtigung sollte auf gut isolierte Fenster und Außenwände geachtet werden, die sonst Wärmebrücken darstellen könnten und so die Heizkosten in die Höhe treiben.

2.) Ein weiteres Entscheidungskriterium sind die Heizungsart (Gas, Öl, Strom) und das Alter der Heizanlage. Ist diese mehr als 15 Jahre alt, sollte sie regelmäßig von einem Fachmann überprüft und gegebenenfalls modernisiert werden. Nach 30 Jahren ist ein Austausch des Heizkessels bzw. der Heizungsanlage vorgeschrieben, sofern sie die aktuellen Standards nicht mehr einhält. Weitere Informationen dazu halten beispielsweise die ESA-Energieberatung, aber auch Ihr Bezirksschornsteinfeger und die Fachunternehmen vor Ort bereit. Übrigens, für alte Heizungsanlagen gilt die Energielabelpflicht.

3.) Vermieter einer Wohnung, aber auch Verkäufer von Häusern bzw. die von ihnen beauftragten Makler sind dazu verpflichtet, den Energieausweis des Gebäudes – wenn möglich schon bei der Besichtigung – vorzulegen. In diesem ist unter anderem der Energiekennwert aufgeführt, der den jährlichen Energieverbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter wiedergibt. Je geringer dieser Wert ausfällt, umso niedriger die Heizkosten. Zur Berechnung der darauf anfallenden Stromkosten kann ein Online-Heizkostenrechner herangezogen werden.

4.) Gerade vor einem Umzug in ein neu erworbenes Haus oder in eine gemietete Wohnung kann der Austausch der alten Heizungsanlage sehr sinnvoll sein. Hier stehen von staatlicher Seite zahlreiche Förderungen zur Verfügung (mehr dazu in diesem Abschnitt unten). Auch die Verbesserung der Wärmedämmung lässt sich dann gut realisieren. Zu diesem Zeitpunkt halten sich die Beeinträchtigungen durch Lärm und Schmutz in Grenzen und Sie selbst profitieren dann von Anfang an von der neuen Anlage und einer höheren Behaglichkeit. Mieten Sie eine Wohnung, so sprechen Sie doch den Vermieter bzw. dessen Makler auf die Fördermöglichkeiten der Sanierungsmaßnahmen, beispielsweise durch ein zinsgünstiges Darlehen und Tilgungszuschüsse der KfW-Bank im Rahmen der Programmreihe „Energieeffizient Sanieren“ an, die wir auch auf unserer Webseite im Detail vorstellen und seit 2009 Kunden deutschlandweit beraten.

Energiesparen mit Einrichtungsgegenständen und energieeffizienten Haushaltsgeräten

Haus auf Händen mit grüner Pflanze
Energie sparen im neuen zu Hause schont die natürlichen Ressourcen und spart langfristig Geld.

5.) Steht für den Umzug die Anschaffung neuer Haushaltsgeräte, beispielsweise eines Kühlschrankes, einer Geschirrspülmaschine, einer Waschmaschine oder eines Trockners an, so sollten Sie dabei unbedingt einen Blick auf das Energielabel werfen. Zwar sind moderne Geräte durchaus etwas teurer in der Anschaffung, liegen beim Stromverbrauch allerdings deutlich unter den Werten älterer Modelle. Genauso verhält es sich bei der Waschmaschine und beim Geschirrspüler mit dem Wasserverbrauch, auch dieser fällt deutlich niedriger aus als bei Geräten, die beispielsweise 10 Jahre oder älter sind.

6.) Planen Sie die Installation neuer Leuchtkörper bzw. Lampen, so sollten diese mit LED-Technologie ausgestattet sein. Diese LED-Lampen sind zwar in der Anschaffung etwas kostspieliger, benötigen aber deutlich weniger Strom als herkömmliche Energiesparlampen, haben meist ein angenehmeres Licht und halten auch länger. Kleine und mittelständische Unternehmen übrigens profitieren von 30% Investitionszuschuss bei Umrüstung auf LED im Unternehmen.

7.) Sehr empfehlenswert ist auch die Anschaffung von Steckdosenleisten mit Kippschaltern, da technische Geräte wie beispielsweise Fernseher und Radios auch im Standby-Modus Strom verbrauchen. Auch für Computer und Drucker ist ein Stromanschluss über Steckdosenleisten oder Verlängerungskabel mit Kippschalter empfehlenswert.

8.) Eine weitere Möglichkeit, im neuen Zuhause die Wärme zu halten und so die Heizkosten zu senken, bieten Teppiche und Vorhänge. Teppiche lassen sich beispielsweise als Auslegware auf Fliesen ausrollen und können bei Bedarf auch umplatziert oder ausgetauscht werden. Schwere Vorhänge können beispielsweise vor Terrassentüren befestigt werden und somit dafür sorgen, dass die Wärme im Haus bleibt. Hier sollte der Hausherr abwägen, da nicht jedem Teppich auf Fliesen gefällt und auch nicht immer von Vorteil für den praktischen Alltag ist (z.B. Teppich in der Küche oder im Badezimmer).

Wechsel des Strom- und Gasanbieters

9.) Vielfach sind die Strom- und Wasserkosten bereits als Nebenkosten im Mietvertrag aufgeführt und so durch den Vermieter geregelt. Wer allerdings die Möglichkeit hat, sich selbst um einen Strom- und Gaslieferanten zu kümmern, sollte die Gelegenheit nutzen. Führen Sie dazu einen Strom- und Gasanbietervergleich im Internet durch und holen Sie sich auch Angebote örtlicher Betreiber ein. Manchmal bieten diese, wenn Sie sich für zwei oder drei Angebote (Gas, Strom, Wasser) entscheiden, weitere Preisnachlässe und Sonderrabatte (beispielsweise beim Tanken an der eigenen Tankstelle) an. Die Kündigung beim alten Stromversorger übernimmt in der Regel der neue Lieferant. Dieser benötigt dazu von Ihnen nur die entsprechenden Daten.

10.) Existiert im Haus noch eine Ölheizung, so sollten Sie sich regelmäßig über die aktuellen Heizölpreise informieren, um bei niedrigen Preisen nachtanken zu können. Ansonsten kann es passieren, dass der Tank gerade dann leer ist, wenn die Heizölpreise gerade gestiegen sind. Ist im Tank noch reichlich Heizöl vorhanden, so sollten Sie sich mit dem Vormieter oder Vorbesitzer eine finanzielle Regelung überlegen, damit dieser nicht allein auf den Kosten sitzen bleibt. Hier wäre es vielleicht sinnvoll, sich die Rechnung vorlegen zu lassen und sich dann gemeinsam auf eine Abschlagsumme zu einigen. Diese sollte dann zusammen mit dem Datum der Zahlung auch schriftlich fixiert werden.

Energieberater beauftragen

Cornelius Ober - FotoUnser Energieberater berät seit 2009 Unternehmen, Privatpersonen und Städte/ Kommunen im Bereich der Energieeinsparpotenziale unter Beachtung staatlicher Fördermittel. Jedes Vorhaben, von Umzug bis zum Neubau, von der Firmengründung und Bau neuer Gebäude bis hin zum Firmenumzug und Standortauswahl bietet neue Chancen langfristig Energie und Geld einzusparen oder gar gesetzliche Regelungen zu erfüllen. Nutzen Sie die Chance einer kostenlosen Erstberatung bei der ESA-Energieberatung und erfahren Sie mehr über Ihre individuellen Einsparpotenziale für Ihr Vorhaben.

Cornelius Ober
+49 3691 8892194
anfrage@esa-energieberatung.de
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