Oldenburg plant klimaneutrales, energetisches Nachbarschaftsquartier mit 110 Wohneinheiten

In Oldenburg (Niedersachsen) ist auf einem früheren Fliegerhorst-Gelände die Errichtung eines klimaneutralen Quartiers aus Bestands- und Neubauten vorgesehen. In die Planungen soll auch die Öffentlichkeit mit einbezogen werden. Vorgesehen ist, den Energiebedarf des Quartiers mit lokal gewonnener Energie vollständig zu decken. Wir stellen das Quartier und Projekt einmal genauer vor.

Gerade im urbanen Bereich ist eine klimaschonende Energieversorgung ein erstrebenswertes Ziel. Aus diesem Grund werden Quartierslösungen immer relevanter. Auf einer innenstadtnah gelegenen Teilfläche des früheren Fliegerhorst-Geländes in Oldenburg ist jetzt die Errichtung von 110 Wohneinheiten angedacht. Projektiert wird dieses Vorhaben vom „Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt“, die Förderung durch das BMBF erfolgt im Rahmen der Leuchtturmprojekte „Solares Bauen/Energieeffiziente Stadt“. Im Rahmen dieses Programmes sollen in den nächsten fünf Jahren bis zu 100 Millionen Euro für die Forschung sowie die Entwicklung von nachhaltigen Quartierslösungen in Städten bereitgestellt werden.

Fliegerhorst-Gelände in Oldenburg
Auf einem ehemaligen Fliegerhorst-Gelände in Oldenburg soll das klimaneutrale Quartier entstehen (Bild © Institut für Vernetzte Energiesysteme des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR)

Energie vor Ort erzeugen

Eines der Kernthemen des Energetischen Nachbarschaftsquartiers (ENaQ) bildet beispielsweise die Frage, welche lokale Energiegemeinschaft sozial und wirtschaftlich zugleich konzipiert werden muss, um so für Anwohner, Energieerzeuger und auch Dienstleister langfristig gesehen attraktiv, aber auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht tragbar zu sein. Bei diesem Projekt soll die Anwendung in der Praxis ausgelotet und das Areal selbst als ein Labor für Smart-City-Technologien genutzt werden, das auf Teilhabe basiert. Zusätzlich zu diesem Projektgebiet sollen auf dem früheren Fliegerhorst-Gelände weitere 950 Wohneinheiten, aber auch Gewerbeflächen entstehen. Für die nächsten Jahre dürfte das Gelände die wichtigste Entwicklungsfläche der Stadt Oldenburg werden.

Eigenes, öffentliches Versorgungsnetz soll entwickelt werden

Der Energiebedarf für das ENaQ soll hauptsächlich mit vor Ort erzeugter Energie gedeckt werden. Dazu soll ein öffentliches Versorgungsnetz entwickelt werden, welches eine Kopplung aus Strom, Wärme und Kälte unterstützt, aber auch die Mobilität berücksichtigt. Die Anwohner sollen sich an lokalen Energiegenossenschaften beteiligen können und sowohl als Energieproduzenten als auch als Verbraucher in die Konzeption von Anreizmodellen einbezogen werden. Dazu ist die Errichtung eines Community-Portals angedacht.

Am Projekt beteiligte Wissenschaftler können auf Simulationsmodelle sowie speziell ausgestattete Labore zurückgreifen, welche die Möglichkeit bieten, alle Komponenten des Smart Grids abzubilden. Dazu werden beispielsweise Solaranlagen inklusive PV-Wechseltrichter, Batteriesysteme, die als Heimenergiespeicher verwendet werden, aber auch Batteriesysteme von Elektrofahrzeugen gehören. Begleitet wird das Projekt durch ein Monitoring. Besonderes Augenmerk wird auf die Erstellung von Lösungskonzepten gelegt, die kritische Netzsituationen beheben oder am besten gar nicht erst entstehen lassen sollen. So soll die Versorgungssituation am realen Quartier sichergestellt werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen in Zukunft weiteren Dienstleistern bereitgestellt werden, die ebenfalls den Aufbau von Energetischen Nachbarschaftsquartieren planen.

Für Städte und Kommunen bieten wir umfassende Beratungen bei klassischen und modernen energetischen Quartierslösungen. Als KfW-qualifizierte Energieberater profitieren Sie mit uns auch von lukrativen KfW-Förderungen für Städte und Kommunen. Für Fragen, Termine und Ideen rufen Sie uns gerne jederzeit an oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

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