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Europäische Kommission plant Einführung einer „A-G“-Skala

Schluss mit den Klassifizierungen A+++, A++ bis hin zur Klasse G! Das zumindest sagt die Europäische Kommission und schlägt eine neue Verbrauchsskala und Produktdatenbank für Elektrogeräte vor – die „A-G“-Skala. Die Vorschläge im Einzelnen sowie die Gründe für die Einführung der „A-G“-Skala werden hier erläutert.

Brüssel: Die Europäische Kommission schlägt im Rahmen ihrer im Februar 2015 festgelegten Strategie zur Energieunion eine einheitliche Energieeffizienzkennzeichnung sowie die Überarbeitung der entsprechenden Rechtsvorschriften vor. Anstelle der Klassifizierungen „A+++“, „A++“ bis hin zur Klasse „G“ empfiehlt sie eine „A-G“-Skala sowie die Errichtung einer elektronischen Produktdatenbank.

Insbesondere durch die übersichtlichere Skalierung soll den Kunden die Kaufentscheidung erheblich erleichtert werden.

Energieklassen

Blicken Sie noch durch? Je besser die Energieeffizienz der Geräte, desto mehr Plus-Zeichen werden dem A angehängt. Das möchte die EU-Kommission ändern.

Die Vorschläge im Einzelnen

Derzeit werden in den Mitgliedsstaaten der EU in Hinsicht der Energieeffizienz von Elektrogeräten verschiedene Skalen genutzt. So sehen einige Länder eine Skalierung von A bis G, andere wiederum von A+++ bis D vor. Um die Einhaltung der Anforderungen seitens der Hersteller sowie der Händler überprüfen zu können und eine Verbesserung zu erzielen, spricht sich die Europäische Kommission für folgendes System zur Energieeffizienzkennzeichnung aus:

  • Die Schaffung einer einheitlichen „A-G“-Skala,
  • Die Einrichtung einer elektronischen Datenbank für neu auf den Markt kommende, energieeffiziente Produkte, um so eine bessere Transparenz zu schaffen, aber auch die Marktüberwachung durch nationale Behörden zu erleichtern.

Gründe für die Einführung der „A-G“-Skala

Das EU-Energieetikett wurde vor 20 Jahren eingeführt und wird mittlerweile von mehr als 3/4 aller europäischen Verbraucher – genauer gesagt ca. 85 Prozent – bei ihrer Kaufentscheidung als verlässlich angesehen. Natürlich spielt hier auch die Industrie eine führende Rolle, treibt sie doch die Herstellung verbrauchsarmer Geräte immer weiter voran. Wer aber nun denkt, ein Gerät der Klasse A+, ist relativ sparsam, kann sich täuschen. So werden in einigen Sparten Elektrogeräte, die gerade einmal eine Einstufung der Klasse A, B oder gar C erreichen, gar nicht mehr angeboten. Geräte, die eine A+ Einstufung aufweisen, gehören dann zu den schlechteren Modellen. Um hier einen besseren Überblick zu gewährleisten, ist eine Einstufung in die Klassen A bis G – ohne Unterklassifizierungen – effektiver.

Was spricht für die Einführung der Produktdatenbank?

Nach offiziellen Schätzungen entsprechen etwa 10 bis sogar 25 Prozent aller erhältlichen und mit einer Energieeffizienzkennzeichnung versehenen Elektrogeräte nicht den gesetzlichen Anforderungen. Aus diesem Grund wird eingeschätzt, dass etwa 10 Prozent der geplanten Energie- und Wassereinsparungen (hier beispielsweise bei Geschirrspülmaschinen und Waschmaschinen) gar nicht erreicht werden. Dies ist zum Teil sicher auch den schwachen Durchsetzungsmaßnahmen der jeweiligen Behörden geschuldet.

In der Produktdatenbank sollen Hersteller und Importeure ihre Elektrogeräte registrieren, wobei die hier eingegebenen Informationen bereits entsprechend der aktuellen EU-Rechtsvorschriften erfolgen müssen und verbindlich sind. Somit werden die Angaben für sämtliche Behörden der Länder zugänglich, was zugleich auch den Zeitaufwand der Behörden deutlich reduzieren wird. Auch die Kontrolle über die korrekte Einstufung wird dann nicht von jedem Land neu vorgenommen werden müssen, sondern kann für jede Baureihe einmalig erfolgen.

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