GWS-Studie: 20% weniger Arbeitnehmer in Thüringer Solar-Branche

Wie eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS), welche am Montag veröffentlicht wurde, zeigt, leitet der Thüringer Arbeitsmarkt unter der noch immer andauernden Krise innerhalb der Solar-Industrie. Den Ergebnissen der Studie zufolge verloren knapp 20% der Thüringer Arbeitnehmer ihren Job von 2011 auf 2012.

Graph: Arbeitsplätze Thüringen in Solar-Branche von 2011 auf 2012Die Energiewende in Deutschland ist im vollen Gange. Kaum ein anderes Land innerhalb der EU erzielt ähnlich große Fortschritte zur Realisierung einer nachhaltigen Energieversorgung wie Deutschland. Selbst Brasilien, China und Südafrika – die führenden Schwellenländer – lobten erst kürzlich das Vorgehen Deutschlands zum Erreichen der gesteckten Ziele für die Energiewende.

Für eine zukünftige Sicherung der Energieversorgung in den Sektoren Strom, Wärme und Mobilität mit Erneuerbaren Energien, nehmen seit langem die umfassenden Veränderungen in der deutschen Energiepolitik auch Einfluss auf die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt. Wie die Mitteldeutsche Zeitung erst gestern berichtete, ist bereits heute jeder 40. Arbeitsplatz im Bereich der erneuerbaren Energien. Ein Beispiel: Laut der Analyse des Bundesumweltministeriums waren beispielsweise in Sachsen-Anhalt rechnerisch von 1000 Beschäftigten 26,3% in Branchen der erneuerbaren Energien tätig. Sachsen-Anhalt ist somit bundesweit an der Spitzenposition. Die Studie unterstreicht die hohe Bedeutung der erneuerbaren Energien für Ost- und Norddeutschland. Waren 2012 in Sachsen-Anhalt 26,3% der Beschäftigten in Branchen der erneuerbaren Energien tätig, sind es hingegen in Baden-Württemberg nur 7,9%.

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Die andauernde Solar-Krise widerspiegelt sich nun in den Zahlen zur Arbeitsmarktsituation in den erneuerbaren Energien in den einzelnen Ländern. So wirkt sich der Stellenabbau bei Solar-Firmen vor allem in Baden-Württemberg, Bayern und dem mittleren Teil Ostdeutschlands aus. Allein in Thüringen sank die Zahl der Arbeitnehmer von 2011 auf 2012 um 20% in der Solar-Industrie, von 7880 Beschäftigten auf 6270. Entgegen einiger Meinungen, der Norden und Osten Deutschland baue trotz der Solar-Krise seine Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien aus, da vor allem die Windenergie im Norden und Osten mehr Jobs schaffe, sei aber an der Stelle gewarnt. So sank die Anzahl der Beschäftigen im Bereich der erneuerbaren Energien in Thüringen, nach Angaben der Thüringer Allgemeine, von 14.150 (im Jahr 2011) auf 13.410 (2012). Das entspricht einen Rückgang von über 5% der Thüringer Arbeitnehmer in Branchen der erneuerbaren Energien. Einzig im Bereich der Biomasse stieg die Zahl der Beschäftigen von 4020 auf 4680.

 

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