Thüringer Energieversorger arbeiten beim Einsatz der „Smart Meter“ zukünftig zusammen

Vorbei die Zeit der Drehscheiben bei den Stromzählern in Thüringen. Die Zukunft sind elektronische Stromzähler, s.g. „Smart Meter“. Internetfähig und datenhungrig, die Verbrauchs- und Nutzungsdaten der Energieverbraucher speichern und dreifach verschlüsselt Lieferanten und unterschiedlichen Dienstleistern zu Verfügung stellen. Bestimmte Verbrauchergruppen sollen sogar schon 2017 die internetfähigen Stromzähler eingebaut bekommen. Hintergründe, wen es betrifft und alle Fristen zeigt dieser Beitrag.

In Thüringen bündeln viele regionale Energieversorger im Rahmen der Digitalisierung ihre Kräfte. Insgesamt 18 Thüringer Stadtwerke sowie die Thüringer Energie AG haben eine Kooperationsvereinbarung getroffen, welche jetzt in Erfurt vorgestellt wurde. Mit der Bündelung wollen die Unternehmen sichern, dass die zentrale Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen Kunden und Energieversorgern sowie deren Partnerunternehmen in Thüringer Hand bleibe.

Hintergründe für die Vereinbarung

Hintergrund für die Vereinbarung ist das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende, welches Anfang September 2016 in Kraft trat. Dieses Gesetz regelt unter anderem den Einsatz von internetfähigen Stromzählern sowie anderen Messeinrichtungen, die bei der Energieversorgung zum Einsatz kommen. Die bislang bekannten schwarzen und silbernen Drehscheiben werden bald der Vergangenheit angehören und durch neue elektronische Stromzähler ersetzt.

Die neuen Stromzähler können viele unterschiedliche Verbrauchs- und Nutzungsdaten ermitteln und abspeichern. Diese Daten stehen auch Energieversorgern, Netzbetreibern, Lieferanten und weiteren Dienstleistern der Energiebranche zur Verfügung. Aus Gründen der Datensicherheit werden die so gewonnenen Informationen dreifach verschlüsselt übermittelt.

Das Kommunikationsmodul „Smart Meter Gateway“

Der Datenaustausch erfolgt zukünftig durch das „Smart Meter Gateway„-Kommunikationsmodul. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass alle elektronischen Zähler der Kunden auszutauschen sind, die jährlich mindestens 6.000 Kilowattstunden Strom verbrauchen. Ein Ziel der neuen Kooperation ist es, dass die Administration in Thüringen aufgebaut und angesiedelt wird. Auch die vollständige digitale Wertschöpfung in diesem Sektor soll in Thüringen verbleiben.

„Durch das Projekt sind auch kleine und mittlere Stadtwerke in der Lage, diese Aufgabe selbst in der Hand zu halten“, so Stefan Reindl, Vorstandssprecher der Thüringer Energie AG. Die anfallenden Kosten teilen sich die aktuell 19 Kooperationspartner, zu denen sicher noch der eine oder andere Partner hinzukommen wird.

Weitere Informationen

Alter Stromzähler
Die Zeit alter Stromzähler ist vorbei: Die Zukunft sind s.g. „Smart Meter“ – internetfähiger Computer die Verbraucherdaten verschküsselt an Enegrielieferanten und Dienstleister übermitteln.

Die 19 Kooperationspartner betreiben in Thüringen insgesamt 1,1 Millionen Stromzähler, 250.000 Gaszähler und eine nicht näher angegebene Anzahl an Wärmezählern für Fernwärme.  Die notwendige Software, die vorgesehenen Geräte und die Kommunikationstechnologie werden seit Juli 2016 in einem Labor der Stadtwerke Erfurt Netz GmbH getestet.

Der erste gemeinsame Feldversuch soll 2017 bei Kunden, die mehr als 6.000 Kilowattstunden jährlich verbrauchen und bei sogenannten „Einspeisern“, die mehr als sieben Kilowatt Leistung erbringen, beginnen. Ab Mitte 2017 sollen dann die ersten Zähler bei weiteren Kunden installiert werden.

Das Gesetz schreibt vor, dass bis Ende 2032 sämtliche Haushalte mit internetfähigen, intelligenten Stromzählern ausgestattet werden müssen. Experten rechnen damit, dass dieses Ziel schon deutlich früher erreicht ist.

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