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Kraft-Wärme-Kopplung: BMWi Referentenentwurf der KWK-Ausschreibungsverordnung liegt mittlerweile vor

Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Referentenentwurf zur Ausschreibungsverordnung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen vorgelegt. Für Betreiber von KWK-Anlagen gilt es in Zukunft einiges zu beachten. Ein Beispiel: Um Förderung muss sich zukünftig in Form einer Ausschreibung beworben werden. Und die unterliegt Fristen.

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und EnergieVor Kurzem legte das Bundeswirtschaftsministerium den Referentenentwurf zur KWK-Ausschreibungsverordnung vor. Dieser wurde deshalb notwendig, da Betreiber von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, deren Leistung 1 Megawatt überschritten, nach dem neuen KWK-Gesetz nicht mehr automatisch gefördert werden. Sie müssen sich nun im Rahmen einer Ausschreibung um die Förderung bewerben.

Dem aktuellen Referentenentwurf ist zu entnehmen, dass derzeit zwei Ausschreibungstermine pro Jahr vorgesehen sind. Bei dem ersten Termin handelt es sich um den 1. Juni, am 1. Dezember findet dann die zweite Ausschreibung statt. Im Jahr 2017 ist der erste Ausschreibungstermin der 1. Dezember 2017. Das Ausschreibungsvolumen liegt pro Termin bei 100 MW installierter KWK-Leistung. Zugleich ist vorgesehen, dass ab dem Jahr 2018 ein Teil der Leistung für innovative KWK-Systeme reserviert wird. Deren Anteil soll von 25 Prozent im Jahr 2018 auf 32,5 Prozent im Jahr 2021 steigen.

Realisierung von Großkraftwerks-Projekten ins Stocken geraten

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat darauf hingewiesen, dass der Bau einiger größerer Kraftwerksprojekte in Deutschland ins Stocken geraten ist. Aktuell sind zwar Projekte, deren Leistung bei 25 GW liegt, im Bau bzw. in der Planung, bei vielen geplanten Gaskraftwerken, deren Gesamtvolumen mit 8.700 MW veranschlagt ist, wurden aber nach Auskunft von Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung, noch keine Investitionsentscheidungen getroffen.

Ähnlich stellt sich die Situation bei Pumpspeicherkraftwerken dar. Aktuell sind hier acht Projekte im Genehmigungsverfahren bzw. in der Planung, deren Gesamtvolumen bei 4.600 MW liegt. Jedoch bleibe die Realisierung dieser Vorhaben fraglich. „Die immer schwierigere Marktsituation bedroht mit Pumpspeicherkraftwerken ausgerechnet eine Kraftwerkstechnologie, die sich zum Ausgleich der stark schwankenden Einspeisung aus erneuerbaren Energien besonders eignet. Die Verunsicherung bei Investoren ist groß“, so Kapferer weiter.

Weitere Engpässe drohen nach Einschätzung einer aktuellen Trendresearch Studie auch bei den Altholzkraftwerken. Hier wird das Ende der EEG-Förderung die Markt- und Preisstruktur am Altholzmarkt erheblich beeinflussen. So werden sich ab 2020 die Einnahmen durch Stromerzeugung aus Altholz in deutlichem Umfang reduzieren, was zugleich den wirtschaftlichen Betrieb dieser Anlagen gefährdet.

Hier finden Sie eine Übersicht der Stellungnahmen der Bundesländer und Verbänden zum Referentenentwurf KWKAusV.

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