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Nordhausen stellt Konzept vor den Strombedarf zukünftig selbst aus erneuerbaren Energien zu decken

Die Stadt Nordhausen in Thüringen möchte bis 2030 ihren Wärmebedarf um 30 Prozent senken. Und sich komplett selbst aus erneuerbaren Energien versorgen. Ehrgeizige Ziele. Jetzt hat die Stadt ein Konzept vorgelegt, wie die energetische Stadtsanierung stattfinden soll. Und appelliert dabei an Bewohner und Unternehmen in Mühlhausen, an dem Projekt teilzunehmen.

Nordhausen hat sich ehrgeizige Ziele gesteckt. So möchte sich die Stadt bis 2030 komplett selbst mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgen. Auch der Wärmebedarf soll so zu 30 Prozent gedeckt werden. Die fachlichen Planungen sind nach Auskunft der Sachgebietsleiterin für Stadtplanung und Stadtsanierung, Beate Meißner, bereits abgeschlossen. Jetzt geht es unter anderem um die Beteiligung der Bürger und hiesigen Unternehmen an diesem Projekt.

Bereits im Jahr 2010 beschloss die Stadt ihr integriertes Klimaschutzkonzept, welches den Ausstoß von Kohlenstoffdioxid von 267.00 Tonnen (Stand 2010) auf 74.000 Tonnen im Jahr 2050 reduzieren soll. Der Endverbrauch an Gigawattstunden soll von 1038 auf 653 sinken. Ein wichtiger Partner ist die „Internationale Bauaustellung Thüringen“ . Zugleich beteiligt sich die Kommune am bundesweiten Wettbewerb „Zukunftsstadt“.

Nordhausen profitiert von einer sehr guten Ausgangssituation, werden doch 50 Prozent aller Wohnungen mit Fernwärme aus drei Gas-Blockheizkraftwerken beheizt. Insgesamt wird so 40 Prozent des aktuell benötigten Strombedarfs selbst hergestellt. Eines der drei Kraftwerke wird dabei rechnerisch vollständig mit Biomethan betrieben.

Ab 2030 soll der Überschuss an erzeugtem Strom für die Erzeugung der Fernwärme aus synthetischem EE-Methan erzeugt werden, ab 2050 soll nur noch mit EE-Gasen geheizt werden.

Energiewende muss gemeinsam mit dem Umland organisiert werden

Energieeffizienz gemeinsam schaffenProfessor Dagmar Everding von der Hochschule Nordhausen geht davon aus, dass auch das Umland in die Planungen mit einbezogen werden muss. Denn nicht nur Biomethan, sondern auch ein großer bereits in der Entwicklung befindlicher Windpark soll für die Stromgewinnung sorgen.

An der Hochschule wurde bereits das „Solarkraftwerk Bahnhof“ entwickelt. Durch die Installation von Photovoltaikanlagen auf allen geeigneten Dachflächen kann sich das Bahnhofsareal nahezu vollständig selbst mit Strom versorgen. Jetzt gilt es allerdings, Akteure und Investoren zu finden.

Kataster und Börse für Solarflächen sollen geschaffen werden

Insgesamt umfasst das Projekt 69 verschiedene Einzelmaßnahmen. Zu den wichtigsten gehören die Schaffung eines Solarkatasters und einer Börse für solar verwendbare Flächen. Es ist vorgesehen, das Kataster mit der Umsetzung im Quartier zu kombinieren. So wäre es beispielsweise möglich, Gebäude, in denen der Strombedarf vormittags am höchsten ist, mit östlicher Ausrichtung zu planen. Dadurch würden auch geringere Speicherkapazitäten benötigt.

Wichtigstes Ziel ist es, auch die Bürger und Unternehmen in die Planungen mit einzubeziehen und deren Wünsche in Erfahrung zu bringen.

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