Neue Fraunhofer-Studie zur Energieeffizienz in Unternehmen gibt interessante Einblicke

Laut der neuen Studie des Fraunhofer ISI „Energieeffizienz im Betriebsalltag“ setzen immer mehr mittelständische und große Unternehmen auf Maßnahmen zur Energieeinsparung und Energieeffizienzoptimierung im Unternehmen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Energiemanagementsystem. Wie umfangreich diese Maßnahmen ausfallen, hängt sehr von der Unternehmensgröße und der Branche der Unternehmen ab, so das Ergebnis der Studie. Alles Details finden Sie hier.

Einer Studie des Fraunhofer ISI zufolge gibt es bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen bzw. Energieeffizienzmaßnahmen zwischen einzelnen Betrieben und ganzen Industriebranchen erhebliche Unterschiede. Qualifizierungsangebote sowie die Einführung von Energiemanagementsystemen können dazu beitragen, bislang nicht genutzte Einsparpotenziale zu eruieren und zu nutzen.

Insgesamt wird in Deutschland etwa ein Viertel des Energiebedarfs von Industrieunternehmen verbraucht. Deshalb fallen Einsparungen und der effiziente Energieeinsatz besonders stark ins Gewicht. Eine Verbesserung der Energieeffizienz trägt nicht nur dazu bei, die Energie- und Klimaziele zu erreichen, sondern sorgt auch für niedrigere Energiekosten, was die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen auch auf längere Zeit stärkt.

Wo die Unternehmen derzeit stehen, welche Unterschiede bestehen und in welchem Umfang Betriebe noch tätig werden können, um die eigene Energieeffizienz zu verbessern, wurde im Rahmen der Erhebung Modernisierung der Produktion analysiert. Die Studie trägt den Titel „Energieeffizienz im Betriebsalltag“ (ansehen; PDF, 209 KB, © Fraunhofer ISI) und zeigt sowohl den Einsatz von Energiemanagementsystemen als auch die Durchführung von Qualifizierungsmaßnahmen für Energieeffizienztechnologien und -strategien auf.

Erste Erkenntnisse der Studie zeigen auf, dass in vielen Unternehmen bereits einfach umzusetzende Energieeffizienzstrategien genutzt werden. 72 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie bei Nichtnutzung Maschinen und Anlagen ausschalten.

Deutliche Differenzen bei Energierückgewinnung

Bei der Komplexität der Energieeffizienzlösungen und deren Kosten treten allerdings deutliche Differenzen zutage. So nutzen 58 Prozent von Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten Technologien, die der Energierückgewinnung dienen. Bei kleineren Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern liegt dieser Anteil gerade einmal bei 26 Prozent. Intelligente Steuerungs- und Regelungssysteme zur energieoptimierten Prozessführung sowie Kontrollsysteme, die der automatischen Abschaltung von Maschinen und Anlagen dienen, werden meist ebenfalls von Großunternehmen eingesetzt.

Licht brennt im Büro nach Feierabend
Licht aus nach Feierabend?
Intelligente Steuerungs- und Regelungssysteme zur energieoptimierten Prozessführung sowie Kontrollsysteme können den Energiebedarf deutlich reduzieren.

Die Mitautorin der Erhebung, Angela Jäger, weist auf den bestehenden Zusammenhang zwischen Energieverbrauch und der Auswahl von Energieeffizienzlösungen in Unternehmen hin: „Die Zahlen aus unserer Erhebung zeigen, dass Betriebe aus energieintensiveren Branchen wie der Glas- und Keramikindustrie, der Chemieindustrie oder der Metallerzeugung mit einem hohen Energieverbrauch häufiger teure und komplexe Energieeffizienzlösungen umsetzen als nicht-energieintensive Betriebe mit einem niedrigen Energieverbrauch.“, lautet es in einer Mitteilung des Fraunhofer ISI. Auch Produktionsauslegung sowie die verwendeten Produktionstechnologien wirken sich auf die gewählten Energieeffizienzlösungen aus, so Jäger weiter.

Energieeinsparpotenzial erkennen

Dr. Clemens Rohde, Forscher zum Thema Energieeffizienz am Fraunhofer ISI, weist darauf hin, dass Unternehmen erst einmal das mögliche Einsparpotenzial erkennen müssen. Dies lässt sich durch Energiemanagementsysteme, wie die ISO 50001 Zertifizierung oder Energieaudit nach DIN 16247 bzw. DIN 16247-1, aufzeigen, bei denen die Energieströme systematisch erfasst werden.

Die Studie zeigt auch auf, dass immer mehr Firmen – gemeint sind damit auch kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) – auf ein solches Energiemanagementsystem setzen. Waren es im Jahr 2012 nur durchschnittlich 5 Prozent, so stieg die Zahl im Jahr 2015 auf 21 Prozent an. Meist geht ihr Einsatz mit weiteren Energieeffizienzmaßnahmen einher. So nutzen mit 63 Prozent fast doppelt so viele Unternehmen, die ein Managementsystem installiert haben, Technologien zur Energierückgewinnung wie Firmen, die ein solches System nicht einsetzen (33 Prozent). Unternehmen sind angehalten sich von ihrem Energieberater ein Energiekonzept erstellen zu lassen.

Auch neu gewonnenes Wissen – beispielsweise durch arbeitsbegleitende Maßnahmen oder formelle Qualifikationen – trägt dazu bei, Veränderungen anzustoßen und Effizienzmaßnahmen in die Wege zu leiten. Meist kommen daraufhin auch häufiger technische Effizienzlösungen zum Einsatz. Der vorzeitige Austausch von Maschinen bzw. deren Nachrüstung kann durch ein Managementsystem ebenfalls schneller veranlasst werden.

Experte für die Einführung von Energiemanagementsystem in KMU-Betrieben
Herr Cornelius Ober
ESA-Energieberatung – Cornelius Ober GmbH

Cornelius Ober - Foto

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