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Fraunhofer Institut entwickelt neuartiges Fassadenelement zur Verbesserung der Gebäudeenergieeffizienz bei Glasfassaden

Das Fraunhofer Institut und namhafte Designer entwickeln ein Fassadenelement, das die Gebäudeenergieeffizenz von Gebäuden mit einer Glasfassade deutlich verbessern soll. Die Markteinführung ist für 2017 geplant. Wir haben uns das neuartige Glasfassadenelement einmal genauer angeschaut und zeigen Euch was hinter der Innovation steckt.

Glasfassade

Die Glasfassade sieht gut aus, hat aber keinen guten Ruf in Sachen Energieeffizienz. Mit den neuen Fassadenelementen des Fraunhofer Instituts soll sich das ab 2017 ändern .

Die Frage, ob Heizkosten gespart werden können bei Verringerung der Sonneneinstrahlung auf Glasfassaden und ob dies nicht ein Widerspruch in sich sei, stellen sich Unternehmen und Immobilienbesitzer immer wieder. Vor allem mit Blick auf die Gebäudeenergieeffizienz und den damit verbundenen jährlichen Energiekosten. Diese Frage lässt sich grundsätzlich mit „Nein“ beantworten.

Bislang zeichnen sich großflächige Glasfassaden nicht durch eine optimale Wärmedämmung aus – ganz im Gegenteil. Obwohl in Neubauten schon dreifach verglaste Scheiben zum Einsatz kommen, stellen sie bei der Wärmedämmung eine der Schwachstellen dar. Diesem Aspekt möchte das Fraunhofer Institut gemeinsam mit Designern bis etwa zum Jahr 2017 Abhilfe verschaffen und entwickelt derzeit spezielle Fassadenelemente, die auf Glasfronten aufgebracht werden und den Energieverbrauch deutlich reduzieren sollen.

Im Sommer Treibhaus – im Winter zu kalt

Durch die großen Glasfronten heizen sich die Räumlichkeiten im Sommer bislang sehr stark auf. Eine Klimaanlage muss dann für die notwendige Kühlung sorgen, was nicht nur zusätzlichen Strom kostet, sondern auch Wartungs- und Reparaturkosten der Anlage zur Folge haben kann. Im Winter hingegen dämmen die Scheiben nicht so stark wie das Außenmauerwerk, sodass ein enormer Heizwärmeverlust zu verzeichnen ist.  Das neuentwickelte Fassadenelement soll hier Abhilfe schaffen.

So funktioniert das neuartige Fassadenelement

Das neuartige Fassadenelement besteht aus einer Matrix. Diese setzt sich wiederum aus einzelnen textilen Bauteilen, welche die Optik von Blüten aufweisen, und sogenannten Formgedächtnisaktoren zusammen. Bei diesen Aktoren handelt es sich um dünne, aus einer Nickel-Titan-Legierung bestehende Drähte. Werden diese Drähte – beispielsweise durch die Sonneneinstrahlung – erhitzt, erinnern sich die Drähte an ihre Ausgangsform, ziehen sich zusammen und sorgen dafür, dass die textilen Komponenten zu einer Blüte werden. So schließt sich die offene Fläche des jeweiligen Fassadenelements und das Sonnenlicht bleibt draußen. Wenn sich später die Sonne verzieht, wird die Fassade wieder transparent, da sich die textilen Komponenten schließen.

Montage und mögliche zusätzliche Funktionen des Sonnenschutzes

Der besonders für großflächige Fensterscheiben und Fassaden gedachte Sonnenschutz wird entweder an der äußeren Fensterscheibe platziert oder – bei einer mehrschichtigen Klimafassade – im Zwischenraum angebracht. Auch in bereits bestehenden Häusern ist eine nachträgliche Installation möglich. Bei den textilen Komponenten lassen sich sowohl das Muster, die Geometrie als auch die Farbe wählen. Anstelle der Blüten können so beispielsweise Waben oder Dreiecke in verschiedenen Größen und Farbtönen erscheinen, sobald eine starke Sonnenlichteinstrahlung vorliegt.

Die Forscher des Fraunhofer-Institutes planen zudem, das Element mit zusätzlichen Funktionen auszustatten. So möchten sie beispielsweise eine schaltbare Wärmedämmung entwickeln, die die Speicherung der Wärme ermöglicht und diese abends wieder als Heizenergie abgibt. Es ist aber auch vorstellbar, dass diese Blüten mit organischen Solarzellen ausgestattet werden, die der Energiegewinnung und –nutzung im eigenen Haushalt dienen.

Technologie noch Zukunftsmusik

Bis die Module allerdings die Produktionsreife erlangen und auf den Markt kommen, wird es wahrscheinlich noch bis zum Jahr 2017 dauern. Bis dahin müssen Sie aber mit der Verbesserung der Wärmedämmung des Hauses, aber auch mit der Installation eines effektiven Sichtschutzes nicht warten, zumal die Fassadenelemente auch nachträglich angebracht werden können. Lassen Sie sich von unserem ESA-Energieberater umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten, beispielsweise im Rahmen eines Vor-Ort-Gespräches, informieren.

Im Rahmen unserer täglichen Arbeit als zertifzierter und qualifizierter Energieberater beraten wir Privatpersonen, Unternehmen und Städte/ Kommunen deutschlandweit und täglich über die Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz von Gebäuden, Unternehmen und Wohngebäuden und den damit verbundenen vielen lukrativen Förderungsmöglichkeiten. Gerne beraten wir auch Sie (Kontakt | Terminanfrage | 03691-8892194 | Referenzen).

Sobald das Fassadenelement erhältlich ist, wird Sie unser Energieberater selbstverständlich auch über dessen Vorteile, nachteilige Aspekte und eventuelle Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Abonnieren Sie derart aktuelle und zukunftsweisenden Technologien einfach unseren kostenlosen Newsletter (unten auf dieser Seite).

 

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  • Kommentare zu diesem Beitrag:

    Kai Rautenberg 6. Mai 2015, 21:12 . Antworten

    Hallo,
    ein interessanter Beitrag. Wenn es „nur“ um den Sonnenschutz geht, gibt es bereits vernünfitge und funktionierende Systeme. Sonnenschutz im Glaszwischenraum usw. Betonkernaktivierung als Wärmekompensation z.B.. Sicherlich wird das hier beschriebene System nicht ganz günstig werden und etwas mehr Inovation wird der Markteroberung sicherlich gut tun. Energiegewinnung usw. ist sicherlich ein guter Ansatz.

    Viele Grüße

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