Chancen für landwirtschaftliche Betriebe nachhaltiger zu werden

Das Ziel der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie für die Landwirtschaft ist längst gescheitert. Doch es gibt zahlreiche Möglichkeiten die landwirtschaftlichen Betriebe nachhaltiger werden zu lassen. Forderungen nach Umschichtung der Agrarsubventionen, Aufstockung der Fördermittel und Energieeffizienz sind unter anderem die Themen.

Bislang profitieren nach Meinung von Friedrich Ostendorf, agrarpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, vor allem industriell geprägte Agrarbetriebe stärker von der Landwirtschaftsförderung. Aus den Zahlen der Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter lässt sich herauslesen, dass etwa 40 Prozent der Direktzahlungen allein bei den Verpächtern landen. Eine Folge davon ist, dass die Pachtpreise, die im Jahr 2005 bei durchschnittlich 176 Euro pro Hektar lagen, innerhalb von acht Jahren auf 243 Euro angestiegen sind.

Aus diesem Grund fordern die Ökolandbauverbände eine Umschichtung der Agrarsubventionen. Während aktuell nur 4,5 Prozent der Gelder (circa 157 Millionen Euro) als Direktzahlungen fliesen, sollen es zukünftig 15 Prozent (525 Millionen Euro) sein. Gleichzeitig plädieren die Grünen für eine Aufstockung der Fördermittel von aktuell 17 Millionen auf dann 60 Millionen Euro.

Solaranlage bei Agrarbetrieb
Strom aus erneuerbaren Energien für Gebäude und Maschinen: Solaranlage auf dem Dach von einem Agrarbetrieb.

Bereits unter Bundeskanzler Gerhard Schröder wurde im Jahr 2002 die nationale Nachhaltigkeitsstrategie entworfen, deren Ziel es war, bis 2010 20 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach den Kriterien des Ökolandbaus zu bewirtschaften. Dieses Ziel wurde bislang bei weitem nicht erreicht und die Jahresvorgabe gestrichen. Wie in den letzten Jahren stieg die Fläche nur geringfügig, aktuell werden 6,5 Prozent der Ackerflächen nachhaltig bewirtschaftet. Die meisten Biohöfe sind in Baden-Württemberg und Bayern zu finden.

Zugleich sprechen sich die Grünen auch für eine Reform der Düngemittelverordnung sowie der Öko-Verordnung ein, für die sich der Bundeslandwirtschaftsminister in Brüssel einsetzen soll.

Landwirte, die ihre Anbauflächen nach ökologischen Kriterien bewirtschaften, sollten auch in die Energieeffizienz investieren. Dazu können nicht nur die Installation einer Fotovoltaikanlage mit entsprechenden Speichersystemen, sondern auch der Einbau neuer Pumpen, Milchvorkühlern, die Neueindeckung von Gewächshausdächern, der Austausch der Beleuchtung und auch die Verbesserung der Wärmedämmung gehören.

Über die verschiedenen Möglichkeiten für Agrarbetrieben und Unternehmen der Landwirtschaft berät Sie unser ESA-Energieberater gern  telefonisch (03691/889 21 94), per E-Mail oder während eines Vor-Ort-Gespräches – für landwirtschaftliche Betriebe deutschlandweit. Kontaktieren Sie uns gerne noch heute.

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