Energieeffizienz – Baubranche fordert 4-Punkte-Plan von Bundesregierung für energetische Gebäudesanierung

In einem Positionspapier haben 30 Verbände aus der Bau- und Immobilienbranche die Bundesregierung zur Umsetzung eines 4-Punkte-Plans zur energetischen Gebäudesanierung aufgefordert. Das Dokument beinhaltet eine Art Leitfaden zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich. Zum Klimaschutz und zur Energiewende kann der Wohngebäudebereich einen gewichtigen Anteil leisten.

Checkliste
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Die Bundesregierung erkannte diese Möglichkeit bereits aber sorgte bislang noch nicht für die richtigen politischen Rahmenbedingungen. Das Energiekonzept der Bundesregierung aus dem Jahr 2010 sieht eine Verdoppelung der energetischen Sanierungsquote im Gebäudebestand auf zwei Prozent vor.

Die politischen Ziele sind bezogen auf die aktuellen Neubau-Aktivitäten dem Positionspapier zufolge auf rein zahlentechnischer Basis erst in 200 Jahren zu erreichen. Zur Zeit beläuft sich  die energetische Sanierungsquote auf weniger als ein Prozent pro Jahr und in Deutschland stehen 18 Millionen Wohngebäude.

Der 4-Punkte-Plan der Aktion »Impulse für den Wohnungsbau« zusammengefasst:

  1. Attraktivere Sanierungsanreize auf steuerlicher Basis für Selbstnutzer und Vermieter in gleicher Weise. Rund 50 Prozent des gesamten Gebäudebestandes sind selbstgenutzte Wohngebäude und zwei Drittel davon seien Experten zufolge energetisch sanierungsbedürftig.
  2. Energieeffizientes Bauen und Sanieren sollte durch die KfW mit jährlich mindestens 3 statt 1,8 Milliarden Euro pro Jahr durch Fördermittel unterstützt werden.
  3. Gebäudesanierung sollte wirtschaftlich und sozialverträglich gestaltet werden. Eine Überziehung der Energieeinsparverordnung (EnEV) sei unnötig. Als sinnvoll betrachtet wird ein Blick dafür, ob Maßnahmen wirtschaftlich durchführbar sind und Sinn ergeben.
  4. Novellierung des Baugesetzbuchs und eine Gleichstellung des Ersatzneubaus zur Vollsanierung in der KfW-Förderung.

Nach Angaben des Umwelt- und Bauministeriums wurden 466 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2012 für Raumwärme aufgewendet worden und sei ein Rückgang von 8,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2005. Die Familien haben dem Positionspapier nach allerdings von diesen Einsparungen noch nicht profitieren können, weil die Energiepreise im gleichen Zeitraum rapide nach oben kletterten.

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