Warum Unternehmen die ermittelten Maßnahmen aus Energie-Audits nicht umsetzen und welches Potenzial sie damit verschenken?

Energie-Audits nach DIN EN 16247 sind seit 2015 für alle Nicht-KMU-Betriebe Pflicht. Das ist nichts Neues. Auch nichts Neues ist, dass eine große Zahl der Unternehmen die ermittelten Maßnahmen der Energie-Audits nicht umsetzt. Welches Potenzial den Unternehmen damit verloren geht, ist vielen nicht klar. Wir zeigen die Vorteile der Maßnahmenumsetzung für die Unternehmen einmal auf und zeigen welchen Wert ein individuelles Sparkonzept für Unternehmen bedeuten kann.

Energie-AuditSeit dem Jahr 2015 müssen alle Nicht-KMUs aller vier Jahre Energie-Audits nach DIN EN 16247 durchführen. Manch einer mag dies als Strafe oder Plage bezeichnen, andere wiederum sehen es als deutlichen Gewinn. Vielerorts werden die Energie-Audits als erledigt betrachtet, sobald die Prüfungen abgeschlossen wurden und die Ergebnisse verstauben irgendwo im Regal. Natürlich stellt sich hier die Frage nach der Wirtschaftlichkeit, denn für die Audits wurde einiges an Geld in die Hand genommen und die vorgeschlagenen Investitionen würden zudem einiges an Einsparpotenzial bieten. So könnten sich die Maßnahmen bereits binnen kurzer Zeit amortisieren. Des Weiteren kann man sich natürlich bei der Konzeption des Sparplans oder der Erstellung eines Energiekonzepts, bei der Umsetzung und der Überwachung einzelner Schritte auch Hilfe durch einen Full-Service-Dienstleister wie die ESA-Energieberatung holen, die im Übrigen deutschlandweit tätig ist und eine kostenlose Erstberatung und -Angebotserstellung anbietet (hier einholen).

Dieser Dienstleister erfasst und analysiert im Rahmen des Energie-Audits systematisch den Energieeinsatz und -verbrauch des Unternehmens, leitet Energieeffizienzmaßnahmen ab und zeigt Potenziale zur Kostensenkung auf.

„Das Energie-Audit ist ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energiekosten festzustellen.“ Gleichwohl äußert sich das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle zum Energie-Audit auf seiner Website folgendermaßen.

Wird ein Energie-Audit nicht durchgeführt, kann dies ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro zur Folge haben. Allerdings hat der Gesetzgeber die Umsetzung der Sparmaßnahmen nicht festgeschrieben, sodass in diesem Fall das Energie-Audit ins Leere läuft. Eine zuletzt vorgestellte Studie zeigte, dass eben aus solchen Gründen viele Unternehmen die in einem Energie-Audit ermittelten Maßnahmen nicht umsetzen (hier nachlesen).

Bevorzugte Maßnahmen

Energieeffiziente Beleuchtung: Schon allein die Umstellung auf LED-Beleuchtung kann zu deutlichen Kostensenkungen führen, wie unter anderem die Beispiele SaaGummi (60% Energieeinsparung) und die Herbert Waldmann GmbH & Co. KG (75% Energieeinsparung) zeigen. Diese Maßnahme ist relativ einfach durchzuführen und besonders effektiv, wenn auf ein Beleuchtungskonzept zurückgegriffen wird.

Heizungsanlagen: Erhebliche Kosten lassen sich auch bei Heizungsanlagen, Pumpen und anderen technischen Anlagen, die beispielsweise als Produktionsmittel eingesetzt werden, einsparen. Viele Energieauditoren werden bestätigen, dass das mögliche Einsparpotenzial vieler Firmen bis zu 15 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs eines Unternehmens ausmachen kann. Trotz alledem entschieden sich aber nur wenige Firmen, entsprechend zu handeln. So fallen die Ausgaben für Strom und andere Ressourcen deutlich höher aus als eigentlich notwendig, was für die Firmen gegenüber der Konkurrenz durchaus von Nachteil sein kann, da sich die höheren Energiekosten natürlich auch auf den Verkaufspreis von Gütern niederschlagen.

Individuelles Sparkonzept

Durch die Realisierung der im Energie-Audit vorgeschlagenen Maßnahmen lässt sich ein großes Einsparpotenzial erzielen. Spezialisierte Dienstleister, wie die ESA-Energieberatung – Cornelius Ober GmbH, können bei der Erstellung eines individuell auf das Unternehmen angepassten Energieeinsparkonzeptes helfen.

Sinnvoll ist es beispielsweise, Mitarbeiter durch Vorträge, Workshops und Schulungen weiterzubilden. Das gesamte Konzept wird zwischen dem Dienstleister und den Verantwortlichen des Unternehmens abgesprochen und schriftlich festgehalten. Nach der Realisierung der Maßnahmen messen die Dienstleister auch den tatsächlich erzielten Erfolg.

Die geplanten Maßnahmen sollten auch auf den notwendigen Kosten- und Zeitaufwand beleuchtet werden. So lassen sich Möglichkeiten aufzeigen, wie ohne oder nur mit geringen finanziellen Investitionen der Energiebedarf reduziert werden kann. Dies ist beispielsweise schon dann der Fall, wenn der Druck in einer Druckluftanlage um 1 Bar reduziert wird, was zu Einsparungen von etwa 6 Prozent führen kann. Ähnliches kennen Privatpersonen ja von ihren Heizungsanlagen. Wird hier die Heiztemperatur um 1 Grad gesenkt, hat dies ebenfalls Energieeinsparungen von etwa 6 Prozent zur Folge.

Oft lassen sich auch gewohnte Prozesse optimieren, also Prozesse, die schon seit längerer Zeit in der gleichen Form ablaufen können ohne größere Kosten deutlich effizienter erfolgen. Die Wirksamkeit der Maßnahmen sollte natürlich regelmäßig überprüft und hier eventuell nachjustiert werden. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, regelmäßig aktuelle Daten der jeweiligen Energiequellen und der Hauptverbraucher einzuholen und auszuwerten. Dafür stehen entsprechende Messgeräte bereit, die der Energieberater zur Verfügung hat.

Neben Schulungen und Workshop ist auch die Einstellung der Mitarbeiter von Bedeutung. Diese müssen einen Teil der Maßnahmen umsetzen, können aber auch selbst Vorschläge zur Einsparung von Energie und zu effizienteren Arbeitsabläufen unterbreiten. Sie müssen es beispielsweise auch verinnerlichen, warum in den Pausen das Licht ausgeschaltet werden sollte oder warum es Sinn macht, Druckluft zu sparen. Deshalb sind Schulungen der Mitarbeiter vor Ort sehr sinnvoll.

Mögliche Alternativen zum Energie-Audit

Das Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) sieht zwei Alternativen zum Energie-Audit vor. Zum Einen handelt es sich dabei um die Einführung eines zertifizierten Energiemanagementsystems entsprechend DIN EN ISO 50001, zum Anderen um die Einführung eines Umweltmanagementsystems EMAS entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1221/2009. Eines dieser beiden Systeme kann aber nur dann genutzt werden, wenn mindestens 90 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs des Unternehmens somit abgedeckt sind. Dies hat zwar meist höhere Belastungen zur Folge, es ergeben sich aber auch größere Einspareffekte. Genauere Informationen zu diesen beiden Programmen finden Sie auf unserer Webseite im Bereich der Energiemanagementsysteme.

Jedes Unternehmen muss natürlich selbst entscheiden, welche Lösung es nutzen möchte. Auch für KMU kann die Einführung eines Energiemanagementsystems, eines Umweltmanagementsystems oder auch nur die Durchführung eines Energie-Audits mit den daraus resultierenden Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz sinnvoll sein. Exakt für diesen Fall haben wir unsere Leistung „Kostenloses Angebot“ mit in das Programm aufgenommen und können interessierten KMU so die Möglichkeit bieten, zunächst einmal das Aufwand-Nutzen-Verhältnis grob abschätzen zu lassen.

Politik ist in der Pflicht

Damit die Energie-Audits nicht ins Leere laufen, sollte die Gesetzgebung festlegen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt und zugleich auch nachgewiesen werden müssen. Bei einer Nichtdurchführung der Maßnahmen sollten Bußgelder verhängt werden. Für größere Unternehmen wäre es zugleich von Vorteil, die Einführung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 gesetzlich vorzuschreiben, um so die von der Politik gemachten Vorgaben zur Energiewende einhalten zu können.

Energie-Audit für Ihr Unternehmen!

Seit 2009 unterstützen wir Unternehmen in ganz Deutschland bei der Durchführung von Energie-Audits. Beauftragen Sie uns gerne mit dieser Leistung:

+49 3691 8892194
anfrage@c-ober.de

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