Klimakonferenz 2017 in Bonn mit EMAS-Umweltzertifikat ausgezeichnet

Die Klimakonferenz 2017 in Bonn. COP23, wurde nachträglich mit dem EMAS-Umweltzertifikat ausgezeichnet. Klimafreundlich angebauter Kaffee, Leihfahrräder und Einwegflaschen sorgten u.a. für einen deutlich geringeren CO2-Ausstoß als frühere Klimakonferenzen und konnten die Menge an verbrauchtem Müll deutlich reduzieren. Alles zur EMAS-Zertifizierung der Klimakonferenz 2017 hier nachlesen.

Logo Klimakonferenz Bonn 2017Nach Information von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat die Klimakonferenz Fortschritte erreicht, die zur Umsetzung des Pariser Abkommens beitragen sollen. Zugleich sei die Veranstaltung gleichzeitig die erste umweltfreundliche Weltklimakonferenz gewesen. Ein entsprechendes EU-Umweltzertifikat bekam die Umweltministerin am Samstag überreicht. Zur Konferenz selbst waren 22.000 Teilnehmer aus aller Welt angereist.

„Wir haben in Bonn große Fortschritte gemacht, und zwar beim Verhandeln und beim Handeln. Damit hat die Konferenz die Erwartungen voll erfüllt,“ so die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks

Das Konferenzergebnis sei ein „wichtiger Zwischenschritt“ zu der im nächsten Jahr im polnischen Katowice stattfindenden Konferenz, bei der dann die Umsetzungsregeln des Klimaabkommens von Paris beschlossen werden sollen. Zugleich gehe von der Weltklimakonferenz in Bonn das „starke Signal aus, dass die Welt zusammensteht und sich beim Klimaschutz nicht aufhalten lässt“, so die Ministerin weiter in einer Pressemitteilung der Bundesregierung. Im Laufe des nächsten Jahres soll ein sogenannter Talanoa-Dialog durchgeführt werden, der die Staaten zum Handeln im Bereich des Klimaschutzes ermutige.

Interessant ist auch, dass man bei der Konferenz im Kosten- und Zeitplan geblieben sei. Für die Planung und Umsetzung standen gerade einmal 11 Monate zur Verfügung. An Kosten waren 117 Millionen Euro vorgesehen, die aus dem Etat des Bundesumweltministeriums und des Auswärtigen Amtes stammen. Ca. 50 Millionen davon wurden für temporäre Bauten ausgegeben.

Konferenz erhält Umweltzertifikat

Die Konferenz war die nachweislich erste umweltfreundliche Klimakonferenz, äußerte Ministerin Hendricks weiter. Sie habe für die Veranstaltung das entsprechende EMAS-Zertifikat („Öko-Audit“) entgegengenommen. Dieses belege eine umweltfreundliche Ausrichtung der Veranstaltung entsprechend der strengen EU-EMAS Standards. So wurden beispielsweise Nahverkehrstickets und Leihfahrräder ausgiebig genutzt, außerdem mehr als 20.000 Mehrwegflaschen ausgeteilt. Letzteres trug dazu bei, den Müll von etwa einer halben Million Einwegflaschen zu verhindern.

Insgesamt nahmen an der zweiwöchigen Konferenz etwa 22.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ca. 4.500 Helferinnen und Helfer, 11.000 Delegierte, ca. 1.200 Journalisten und 9.500 Observer teil. Dies seien nach Angaben Hendricks etwa doppelt so viele Personen wie sonst bei Klimakonferenzen üblich. Zugleich habe sich das Konzept „Eine Konferenz, zwei Zonen“ bewährt. Die „Bonn-Zone“ wurde zu einer Klima-Messe. So haben allein im Deutschen Pavillon 100 Veranstaltungen stattgefunden, bei der 25.000 Tassen klimafreundlich angebauter Kaffee aus Costa Rica konsumiert wurden.

Wichtig für den Erfolg der Konferenz waren nicht nur die Rahmenbedingungen, sondern auch die Verhandlungsführung. „Wir hatten mit Fidschi die engagierteste und glaubwürdigste Präsidentschaft, die man sich wünschen kann“, so die Bundesumweltministerin abschließend. Es bleibt zu wünschen, dass auch zukünftige Klimakonferenzen beispielhaft mit einem Energiemanagementsystem/ Umweltzertifizierung vorangehen.

Klimakonferenzen 2017 in Bonn
Gespräche in einem Gebäude der Klimakonferenzen 2017 in Bonn (Bild © cop23.de; Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)).

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